Chronik Brunnenbau in Sri Lanka

'Water-Management in Sri Lanka' ist ein gemeinsames Projekt des Rotaray Club Hockenheim mit den Schwetzinger Clubs RC Schwetzingen-Walldorf und RC Schwetzingen-Kurpfalz. Der nachfolgende Pressebericht über den Projektstand in 09/2007 wurde am 27.10.2007 in der Hockenheimer Tageszeitung veröffentlicht:

Hilfe zur Selbsthilfe auch eine Frage des Vertrauens

"Watermanagement"-Projekt des Rotary-Club nimmt Formen an / Erste Brunnen in Sri Lanka gebohrt / Arbeit vor Ort

Von unserer Mitarbeiterin Anke Koob

"Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe" - dieses hehre Ziel erläuterte Rotary-Govenor Hermann Scherr jetzt anhand des Projektes "Watermanagement", welches in Sri Lanka erste Früchte zu tragen beginnt. Gemeinsam mit Dr. Hildegard Rimmler, Vizepräsidentin des Rotary-Clubs Hockenheim, berichtete Dr. Andrea Hilmer-Lossen von den ersten zwei Brunnen, die in diesem Jahr bereits fertig gestellt werden konnten. Diese versorgen künftig Menschen in der großen Stadt Weligama mit Brauch- und Trinkwasser.

Die Hockenheimer Ärztin sorgte in den vergangenen Monaten dafür, dass "das Geld direkt verwendet werden kann." Unter anderem hatten die Rotary-Clubs Hockenheim, Schwetzingen-Walldorf sowie Kurpfalz im vergangenen Jahr Spendengelder im Rahmen von Weihnachtsmärkten und Benefizkonzerten gesammelt.

"Rund 2000 Euro kostet ein funktionsfähiger Brunnen, für den rund 60 bis 80 Meter tief gebohrt werden muss", erläuterte Dr. Hilmer-Lossen, die bereits seit vielen Jahren in Sri Lanka die Lebensbedingungen kennt und weiß, dass "die Hilfsgelder nach der Tsunami-Tragödie nun zum großen Teil aufgebraucht sind." Noch immer werde an Häusern gebaut, die Infrastruktur aufgebaut. Aus diesem Grund habe man sich für diese Form der Hilfe entschieden.

Die Brunnenbohrungen werden daher auch ganz bewusst von Dr. Hilmer-Lossen vor Ort betreut, die Standorte mit Hilfe der Behörden festgelegt. "Eine Quelle muss nun derzeit für 500 Menschen ausreichen", so Dr. Rimmler bestätigend. Weitere sechs Brunnen sind in Planung. "Die Menschen freuen sich bereits darauf und haben erkannt, dass unsere Unterstützung ernst gemeint ist", so Dr. Rimmler.

Schließlich ist Hilfe zur Selbsthilfe auch eine Frage der Würde und damit des Vertrauens, betonte Govenor Scherr, der sich freute, auf diese Weise Menschen der Welt das wirklich Notwendige zukommen lassen zu können. "Die Menschen sollen wieder in der Lage sein, mit eigenen Händen für ihr Leben zu sorgen", so Scherr. Er freute sich, dass Dr. Hilmer-Lossen die "diffizile und differenzierte Kleinarbeit vor Ort leistet, lange Gespräche führt und viele Wege geht, bis die Dinge Gestalt annehmen." Auch weiterhin werden die drei Clubs gemeinsam Gelder sammeln. So findet am 7. November in der Hockenheimer Stadthalle ein Benefizkonzert zugunsten des "Gewaltpräventionsprojektes in den Hockenheimer Kindergärten" des Rotary-Clubs statt.

Schwetzinger Zeitung
27. Oktober 2007

Bild-Dokumente zum Brunnenbau: