Chronik "Tage der kleinen Forscher" und "Weltethos" 2014

Der nachfolgende Artikel von Redaktionsmitglied Hans Schuppel (HTZ) wurde am 10.10.2014 in der Hockenheimer Tageszeitung veröffentlicht.

ROTARY CLUB: „Tage der kleinen Forscher“ für Vorschulkinder im Pumpwerk / Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ mit Begleitprogramm

Bild: Naturwissenschaftliche Phänomene unter Lupe: Bei den "Tagen der kleinen Forscher" des Rotary Clubs lernen Kinder Experimente kennen und dürfen sie gleich ausprobieren.© dpa

Phänomenen der Natur auf der Spur

Seit 2006 gibt es das "Haus der kleinen Forscher", die größte Frühbildungsinitiative Deutschlands. Der Rotary Club Hockenheim greift die Idee der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten gemeinnützigen Stiftung auf, Kindern die Begegnung mit naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Themen zu ermöglichen, und veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Südwestmetall-Netzwerk Rhein-Neckar und der Helene- Lange-Schule Mannheim sowie der Louise-Otto-Peters-Schule (LOP) "Tage der kleinen Forscher" im Pumpwerk.

Ein weiteres großes Projekt der Hockenheimer Rotarier ist die Ausstellung "Weltreligionen - Weltfrieden - Weltethos" in Zusammenarbeit mit der von Hans Küng gegründeten Stiftung "Weltethos" im Gauß-Gymnasium. Los geht der rotarische Veranstaltungsreigen im Herbst am heutigen Freitag mit einem Benefizkonzert des "Suburban Swing Projekt" im Pumpwerk. Ein zweites Benefizkonzert mit der gleichen Band präsentieren die Rotarier am Freitag, 7. November, ebenfalls im Pumpwerk.

Entdecken und ausprobieren
Zu den beiden "Tagen der kleinen Forscher" am Donnerstag, 23. Oktober, und Donnerstag, 13. November, werden 190 Mädchen und Buben aus den acht Hockenheimer Kindergärten im Pumpwerk erwartet. Dort warten auf die Vorschulkinder vier Stationen, die sie durchlaufen müssen, um zum Abschluss ihren Forscher-Pass zu erhalten, bringt Rotary-Öffentlichkeitsreferent Gustav Schrank gegenüber unserer Zeitung zum Ausdruck. An den Stationen lernen die Kinder nicht nur Experimente kennen, sie sollen sie auch ausprobieren, erläutert Hockenheims ehemaliger Oberbürgermeister.

Kompetenzen werden gefördert
Pädagogische Fachkräfte erforschen mit den Kindern Phänomene mit einfachen Materialien. Dabei fördern sie den naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen auch weitere Kompetenzen wie Sprach- und Sozialkompetenz, Feinmotorik sowie den Zugewinn an Selbstbewusstsein und innerer Stärke, die die Kinder für ihren weiteren Lebensweg benötigen.

Das "Haus der kleinen Forscher" beziehungsweise in Hockenheim die "Tage der kleinen Forscher" sollen bei den Kindern Begeisterung für naturwissenschaftliche Phänomene und technische Fragestellungen wecken und langfristig zur Nachwuchssicherung in der entsprechenden Berufsfelder beitragen.

Vor dem Hintergrund der weltweiten Krisenherde gewinnt das Thema "Weltreligionen - Weltfrieden - Weltethos" zunehmend an Bedeutung. Der Rotary Club Hockenheim präsentiert dazu von Donnerstag, 13. November, bis Donnerstag, 4. Dezember, die gleichnamige Ausstellung der Stiftung "Weltethos" von Hans Küng im Gauß-Gymnasium. Die Ausstellung möchte laut Gustav Schrank einladen, die Welt der Religionen besser kennenzulernen und die Bedeutung ihrer ethischen Botschaften in ihrer Relevanz gerade für unsere heutige Gesellschaft besser zu verstehen.

Thematische Klammer und Schwerpunkt der Ausstellung ist die "Weltethos-Idee": die Frage nach gemeinsamen ethischen Werten, Normen und Maßstäben der Religionen und philosophischen sowie ihrer Bedeutung für die heutige Zeit.

Seit dem Jahr 2001 reist die Ausstellung in verschiedenen Sprachen und Versionen um die Welt. Sie ist in Schulen, Gemeindezentren, Kirchen und Bildungsinstitutionen ebenso zu sehen, wie in Banken, Rathäusern, Mehrgenerationenhäusern oder staatlichen Einrichtungen, wie etwa Bundesministerien. Häufig wird sie anlässlich von Projektwochen, Vortragsreihen und interkulturellen Veranstaltungen gezeigt.

In Hockenheim haben die Rotarier den Schulen und Kindergärten angeboten, ihnen die von der Weltethos-Stiftung erarbeiteten Lehrmaterialien zur Verfügung zu stellen. Sie stießen damit auf eine große Resonanz und freuen sich, mit der Botschaft der Weltethos-Ausstellung auch viele junge Menschen zu erreichen.

Gemeinsames Projekt
Die Ausstellung wird neben dem Gauß-Gymnasium auch in der Schwetzinger Carl-Theodor- Schule als Veranstaltung des Rotary Clubs Schwetzingen-Kurpfalz zu sehen sein. Ebenso findet sie zugleich im Walldorfer Rathaus als Veranstaltung des Rotary Clubs Schwetzingen- Walldorf statt, der diese gemeinsame rotarische Veranstaltungspräsentation in der Region initiierte.

Zu dem Programm in Hockenheim gehören nach Angaben von Gustav Schrank neben der Eröffnung am 13. November, eine Begegnung und Führung mit Vertretern unterschiedlicher Glaubensrichtungen (20. November), "Erlebniszeit", ein Angebot mit der Kunsttherapeutin Dr. Hildegard Rimmler, die Ausstellungsinhalte in einem gestalterischen Prozess zu vertiefen (27. November), sowie die Finissage unter dem Thema "Musik der Kulturen" am 4. Dezember.

Die zentrale Eröffnung der Ausstellung in der Region findet am Donnerstag, 6. November, 19 Uhr, in der Aula der Carl-Theodor-Schule in Schwetzingen mit Landrat Stefan Dallinger statt.

© Hockenheimer Tageszeitung, Freitag, 10.10.2014

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