Chronik "Tag der kleinen Forscher" 2014

Der nachfolgende Pressebericht wurde von Pressereferent Gustav Schrank an die lokale Presse weitergeleitet.

Tag der kleinen Forscher Tag der kleinen Forscher

Bild links: Das Experimentieren mit Magneten war eine von vier Forscherstationen, die die Hockenheimer Vorschulkinder beim „Tag der kleinen Forscher“ im Pumpwerk faszinierte. Bild rechts: Am Ende des Forscherkurses demonstrierten die Schülerinnen und Schüler der LOP-Schule jeder Vorschulgruppe noch ein weiteres Experiment: Eine aufgrund des Rückstoßeffekts über eine gespannte Schnur sausende Ballonrakete. Das war für die Kinder ein weiteres tolles Forschererlebnis.

Rotary Club und LOP-Schule: „Tag der kleinen Forscher“ begeisterte die Vorschulkinder

Ein wichtiger Beitrag zur frühkindlichen Bildung

Nach dem ersten „Tag der kleinen Forscher“ am 23. Oktober experimentierten und forschten erneut rund einhundert Vorschulkinder im Jugend- und Kulturhaus Pumpwerk. Dazu hatte der Rotary Club Hockenheim den Park-, Friedrich-Fröbel- und St.-Josef-Kindergarten sowie den integrativen Kindergarten Sonnenblume eingeladen. Für den zweiten Forschertag hatten die Studienrätinnen Daniela Pelzl und Christine Peschek mit fünfundzwanzig Schülerinnen und Schülern der Louise-Otto-Peters-Schule - alle angehende Erzieherinnen und Erzieher - vier Experimente vorbereitet, mit denen sich die Kinder an mehreren Forscherstationen befassten. Wie sich zeigte, hatten sie die richtige Wahl getroffen, denn die Kinder waren begeistert bei der Sache.

Mit dem Forscherpass zum Forscherdiplom
Vor dem Experimentieren erhielt jedes Kind einen auf seinen Namen ausgestellten Forscherpass mit Symbolen der vier Forscherstationen. Sobald es eine Forscherstation absolviert hatte, wurde dies auf dem Forscherpass mit einem Stempel dokumentiert.

Bei zwei Forscherstationen spielte Wasser eine Rolle, beispielsweise beim Experiment mit Wasserblumen. Bei diesem malten die Kinder eine auf einem Blatt Papier mit Strichen angedeutete Wasserblume mit Farben aus, schnitten diese aus und falteten sie zu einer geschlossenen Blüte. Diese legten sie in einen mit Wasser gefüllten Topf und staunten, wie sie sich langsam von selbst entfaltete. Mit diesem Experiment lernten sie die Kapillarwirkung von Wasser kennen, die gleiche Kraft, die auch innerhalb einer Wasserpflanze des Saft nach oben treibt.

Bei dem anderen Experiment ging es um Seifenblasen bzw. um Saugen und Pusten. Ließ sich ein Wattebausch mit einem Röhrchen über den Tisch pusten? Ja, toll, wie es klappte. Ließen sich aber auch Blasen erzeugen, wenn mit Röhrchen in reines Wasser gepustet wurde? Ob langsam und in einem Zug oder kurz nacheinander geblasen wurde - die Blasen blieben klein und platzten schnell. Anders mit Seifenlauge. In der sorgte das Pusten für größere und schillernde Blasen, die recht stabil waren. Die Seifenlauge hatte die Wasserhaut so elastisch wie ein Gummiband gemacht.

Auch das Forschen mit Magneten faszinierte die Kinder. So galt es herauszufinden, auf welche Entfernungen Magnete auf magnetische Gegenstände wirken, beispielsweise auf Büroklammern. Oder wie wirken Magnete auf einen magnetischen Gegenstand, der sich hinter einem Pappkarton befindet?

Experimentiert wurde auch mit Elektrostatik. Wie sich diese bemerkbar macht, erlebten die kleinen Forscher beim Reiben von Luftballons an ihrer Kleidung oder mit den Händen über ihrem Kopf. Der Effekt: die durch das Reiben elektrostatisch aufgeladenen Luftballons zogen Papierschnipsel oder ihre Haare an.

Am Ende des Forscherkurses zeichnete Daniela Pelzl jedes Kind noch persönlich mit einem „Forscherdiplom“ aus. Das war natürlich eine tolle Sache, die bei jedem Namensaufruf von der Kinderschar mit viel Beifall begleitet wurde.

Verköstigung im Südstadt-Kindergarten
Nach getaner Forscherarbeit hatten die Kinder eine leibliche Stärkung verdient. Sie wurde ihnen vom Rotary Club im benachbarten Südstadt-Kindergarten in Form von Würstchen, kleinen Häppchen, Obst und Getränken gereicht. Danach wurden die Kinder wieder mit dem Bus in die Kindergärten zurückgefahren. Auch die Busfahrten waren für sie natürlich Erlebnisse, die den Forschungsausflug ins Pumpwerk abrundeten.

Wertvolle Pionierarbeit zur frühkindlichen Bildung
Das Ziel, den frühkindlichen Forscherdrang zu fördern und zu begleiten sowie das Interesse für naturwissenschaftliche Phänomene und technische Fragestellungen bei den Kleinkindern zu wecken, war erneut voll erreicht worden. Mit diesem Ansinnen, umgesetzt in zwei „Tagen der kleinen Forscher“, waren die Rotarier bei allen acht Hockenheimer Kindergärten auf eine große Resonanz gestoßen. Erfreulich und beeindruckend war, wie das Forschungsangebot die Kinder ansprach und mit welcher Begeisterung sie mitmachten.

Dass vor kurzem im Großraum Stuttgart ein ähnliches Projekt für kleine Forscher mit Unterstützung einiger Großunternehmen und Verkehrsbetrieben kreiert wurde, bestätigte den Hockenheimer Organisatoren, mit ihren Forschertagen für Kleinkinder nicht nur zu den Pionieren auf diesem Gebiet zu zählen, sondern damit auch einen wichtigen Beitrag zur frühkindlichen Bildung zu leisten. Insofern war es dem Rotary Club Hockenheim auch am Ende des zweiten Forschertages ein großes Anliegen, all jenen zu danken, die zu dessen erfolgreichen Verlauf beigetragen haben.

GS

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