Chronik Tag der kleinen Forscher 2015

Der nachfolgende Artikel zum "Tag der Kleinen Forscher" im Pumpwerk wurde am 02.11.2015 in der Hockenheimer Tageszeitung veröffentlicht.
Rotary Club: „Tag der kleinen Forscher“ begeistert über 70 Vorschulkinder mit altersgerechten wissenschaftlichen Experimenten / Fortsetzung mit 100 weiteren Teilnehmern

Flaschentaucher tanzt dank Luft unter Wasser

Bild: Beim Tag der kleinen Forscher im Pumpwerk zählt der „Flaschentaucher“ zum Experiment „Forschen mit Luft“. Die Vorschulkinder entdecken hier das Phänomen „Luft braucht Platz“ und lernen, wie man es durch Druck schafft, einen Gegenstand in einer Flasche mit Wasser auf- und abtauchen zu lassen. FOTO: ROTARY

Über 70 Vorschulkinder der Kindergärten Heinrich-Bossert, St. Josef, St. Maria und Sonnenblume folgten der Einladung des Rotary Clubs Hockenheim zum „Tag der kleinen Forscher“ ins Pumpwerk. Nach dem großen Erfolg im Vorjahr war es für die Rotarier keine Frage gewesen, auch in diesem Jahr zwei Forschertage zu initiieren und zu finanzieren.

Barbara Hackbarth-Burkart vom Südwest-Metall-Netzwerk Rhein- Neckar in Mannheim, dem regionalen Partner der Stiftung Haus der kleinen Forscher, und die im dritten Ausbildungsjahr befindliche Erzieherinnen- und-Erzieher-Klasse der Helene-Lange-Schule Mannheim mit ihrer Lehrerin Kerstin Adam hatten vier Forscherstationen sowie einen Tisch zum Malen vorbereitet.

Wie sich zeigte, hatten sie mit ihren Experimenten die richtige Wahl getroffen, denn die Kinder waren sofort begeistert bei der Sache. Vor dem Experimentieren erhielt jedes Kind einen auf seinen Namen ausgestellten Forscherpass mit Symbolen der vier Forscherstationen. War eine Station absolviert, wurde dies auf dem Forscherpass mit einem Stempel dokumentiert.

„Seerose“ entfaltet sich im Wasser
Bei der Forscherstation „Seerose“ spielte Wasser eine Rolle. Zunächst schnitten die Kinder auf Papierblättern gemalte Seerosen aus und falteten sie zu geschlossenen Blüten. Diese legten sie in einen mit Wasser gefüllten Topf und staunten, wie sich die Papierblüten langsam von selbst entfalteten. Dieses Experiment verdeutlichte den Kindern die Kapillarwirkung von Wasser – die gleiche Kraft, die auch innerhalb einer Seerose den Saft nach oben und ihren Kelch zum Entfalten treibt.

Klänge und Geräusche vergleichen
Im Bereich „Forschen zu Klängen und Geräuschen“ erkundeten die Kinder unterschiedliche Geräusche, beispielsweise durch verschiedene Gegenstände, die in kleinen Plastikdosen versteckt waren. Spannend war für sie, jeweils die gleichartigen Geräusche zu ermitteln.

Ein Forschen mit allen Sinnen vermittelte den Kindern die „Fühlkiste“. Zu diesem Experiment hatten die angehenden Erzieher Tastboxen vorbereitet: Pappschachteln mit zwei Löchern, in denen verschiedene Objekte oder Materialien deponiert waren. Aufgabe der Kinder war, die darin liegenden Gegenstände zu ertasten und zu definieren. Danach hatten sie Gelegenheit, die auf Blättern vorgezeichneten Konturen der gefühlten Gegenstände auszumalen.

Der „Flaschentaucher“ vermittelte den Kindern das Phänomen „Luft braucht Platz“. Um dies zu erfahren, mussten sie einen Trinkhalm knicken und in zwei gleichlange Schenkel schneiden, die mit Gummis zusammengehalten und mit Büroklammern beschwert wurden. Dieser „Flaschentaucher“ wurde dann in eine durchsichtige, mit Wasser gefüllte Plastikflasche getan und diese verschlossen.

Beim Zusammendrücken der Flasche machte sich der Flaschentaucher auf den Weg nach unten. Wurde der Druck nachgelassen, sauste er wieder nach oben. Mit etwas Übung schafften es die Kinder sogar, den Flaschentaucher in der Flasche richtig tanzen zu lassen.

„Diplomierung“ mit viel Beifall
Nach vier Forscherstationen zeichnete Barbara Hackbarth-Burkart jedes Kind mit einem „Forscherdiplom“ aus. Jede „Diplomierung“ wurde von der Kinderschar mit viel Beifall begleitet.

Clubpräsident Prof. Dr. Walter Götzmann war von den Experimenten ebenso beeindruckt wie Stefan Kalbfuss, der für Kindergärten zuständige Fachbereichsleiter im Rathaus. Das Resümee des Clubpräsidenten: „Unser Ziel, den frühkindlichen Forscherdrang zu fördern und zu begleiten sowie das Interesse für naturwissenschaftliche Phänomene und technische Fragestellungen bei den Kleinkindern zu wecken, wird mit diesen Forschertagen in einer tollen Art und Weise erreicht“!

Nach getaner Forscherarbeit wurden die Kinder vom Rotary Club im benachbarten Südstadt-Kindergarten zu Würstchen, kleinen Häppchen, Obst und Getränken eingeladen. Der Verpflegung hatten sich aus dem Rotary-Club Dr. Walter Weidner und seine Frau Melitta sowie Margarete Schrank angenommen. Sie wurden vom Südstadt-Kindergartenteam unterstützt.

Dass das Forschungsprojekt mit den Vorschulkindern wieder alle Erwartungen erfüllte, erfreute auch Gustav Schrank, der für den Rotary Club die Organisation federführend begleitete. Er dankte den über 20 Schülern der Helene-Lange-Schule.

Einen zweiten „Tag der kleinen Forscher“ organisiert der Rotary Club in Zusammenarbeit mit der Louise-Otto-Peters-Schule am Dienstag, 24. November, im Pumpwerk. Die Schule ist ein weiterer regionaler Partner der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. An diesem Forschertag nehmen Park-, Heun-, Friedrich-Fröbel- und Südstadtkindergarten mit über 100 Vorschulkindern teil. gs

© Hockenheimer Tageszeitung, 02.11.2015

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