Chronik Tag der Gesundheit 2013

Beratungen, Tests und Informationen rund um die Gesundheit standen im Mittelpunkt des Gesundheitstags 2013, den der Rotary Club Hockenheim zum 3. Mal im Hockenheimer Med-Center veranstaltete. Zu den Ausstellern zählten Apotheken, Ernährungsberater, Facharztpraxen, Heilpraktiker, Pflegedienste, Physiotherapeuten sowie Fachhändler für Sanitätsbedarf, Optik, Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel oder Fahrräder für Behinderte. Auf eine große Resonanz stießen die fachärztlichen Vorträge über die lebenswichtigen Organe wie Herz, Nieren, Darm oder die Behandlung von Grauem Star. Außerdem zeigten die Hockenheimer Rotarier mit einem eigenen Stand für PolioPlus Flagge. Da auch für das leibliche Wohl der Besucher bestens vorgesorgt war, verbuchte der Club am Ende einen stattlichen Reinerlös für seine rotarischen Sozialprojekte.

Der nachfolgende Artikel stammt von Redakteurin Anke Koob und wurde am 26.03.2013 in der Hockenheimer Tageszeitung veröffentlicht.

Die nachfolgene Bildergalerie zeigt einen Querschnitt des Gesundheitstages. Zum automatischen Ablauf der Bildfolge muss der Cursor ausserhalb des Bildes positioniert sein. Anhalten erfolgt durch Cursorposition innerhalb des Bildes.

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Informationsmesse: Der vom Rotary Club organisierte Tag der Gesundheit im Med-Center hilft Besuchern, Bewusstsein für gezielte Prävention zu schärfen

Höchstes Gut will bewusst erhalten werden

„Und, wie geht’s mit dem Herz? Was macht die Leber? Kennen Sie Ihre Cholesterinwerte?“ Ab sofort hat Thea Hoffmann aus Hockenheim eine Antwort auf diese Fragen parat. „Mir geht’s gut“, strahlt sie über beide Wangen, als sie von Miriam Zahn die Zahl „216“ genannt bekommt. Für ihre stolzen 79 Lenze ein „super Wert, wenn sonst kein Risiko vorliegt“, lobt die junge Frau, die sonst in der Linden-Apotheke arbeitet, beim Tag der Gesundheit.

An diesem Tag hatte sie – gemeinsam mit vielen Gesundheitsfachleuten – ihren Arbeitsplatz in das Foyer und Treppenhaus des Med-Centers in der Rennstadt verlegt, um einfach ohne den Zeitdruck eines Arbeitsalltags die Menschen zu beraten und ihnen Informationen zukommen zu lassen.

„Bei mir sind Sie genau richtig“, dröhnte Uwe Neupert just in diesem Moment, als ihm Manuela Offenloch – selbst Ausstellerin – entgegenlief. Auch in den Pflegefachberufen sind orthopädische Probleme nicht selten. Der „mehrfache Weltmeister und Europameister im Ringen“, wie er betonte, beeindruckte nicht nur mit seiner physischen Präsenz, sondern auch mit seinem Fachwissen.

Vorsorge in allen Bereichen wichtig
„Reha-Sport oder Koronarsport sind bei Top Fit wichtig“, erläuterte er und betonte die Bedeutung der Prävention. Ein Thema, bei dem auch Arno Ballreich nur wenige Stände weiter nickte. Auch wenn er die Vorsorge weniger im physischen denn im monetären Bereich anzusiedeln helfe, wie der Sparkassen-Privatkundenberater betonte. Mit einem Gläschen Marmelade versüßte er die Gespräche, denn „dann geht es nicht ans Eingemachte.“

Neben Ernährungsberatung, Blutzuckermessung, Hörberatung, Fahrradausstellung und vielen Produkten, die helfen, gesund und fit zu sein oder zu werden, hatten auch die Arztpraxen ihre Türen geöffnet. „Die Boso-Messung ist hilfreich, wenn man wissen möchte, wie es um die Durchblutung steht“, erklärte Dr. Andreas Schmitt beispielsweise den interessierten Besuchern.

Eigenes Risiko besser kennen
Der Gefäßchirurg betonte, wie wichtig es sei, auch hier Bescheid zu wissen, um das eigene Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall zu kennen. Erkrankungen zu definieren, zu erkennen, zu begleiten und zu vermeiden – viele Informationen flossen hier rund um die Gesundheit.

Wer beispielsweise glaubte, dass Kinderlähmung in Deutschland längst kein Thema mehr sei, der wurde von den Mitgliedern des Rotary Clubs Hockenheim eines Besseren belehrt.

„Kinderlähmung ist zwar aus dem Bewusstsein verschwunden, aber nicht als Risiko“, so Gustav Schrank, „denn Polio kann jederzeit wieder eingeschleppt werden.“ Umso bedeutender sei die Prävention – daher veranstaltete der Club nun bereits den dritten Tag der Gesundheit.

„Diese ist unser wichtigstes Gut“, begrüßte Dr. Hildegard Rimmler vom Rotary Club die Gäste am Morgen, „daher setzen wir als Club auch all unsere Kraft in Projekte, die hier Ein kleiner Piks gibt Aufschluss: Miriam Zahn von der Lindenapotheke misst bei Gisela Servatius den Cholesterinwert (o.), auch Blutzucker (u. r.) wurde bestimmt. Optiker Joachim Jonath erklärt Dr. Andrea Lossen am iPad das Gleitsichtsehen (u.l.).BILDER: KOOB ansetzen, wie beispielsweise die gesunde Ernährung im Kindergarten, die Polio-Prävention oder auch Brunnenprojekte in Sri Lanka.“ Selbst die Investition in Musikinstrumente verstehe der Club als Gesundheitsprävention.

„Was, wenn die Niere einfach nicht mehr funktioniert?“, hatte Dr. Susanne Heinold als Herausforderung an die Zuhörer mitgebracht. Die Internistin war eine der zahlreichen Ärzte, die sich an diesem Tag bereiterklärt hatten, die Menschen informativ und kurzweilig in die jeweilige Thematik einzuführen.

Herz und Sport, Beingefäße und der Graue Star – für viele Gäste des Tages waren dies genauso wichtige Themen wie der Darmkrebs, über den Prof. Dr. Birgit Kallinowski sprach.

„Das ist einfach rundherum eine gute Sache“, bilanzierte Thea Hoffmann, nachdem sie überall ein wenig ins Gespräch gekommen war und auch einmal bei der Kosmetikberatung vorbei geschaut hatte.

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