Chronik Stabwechsel 2017/2018

Der nachfolgende Artikel zur Stabübergabe beim Rotary Club Hockenheim am 15.07.2017 anlässlich des neuen rotarischen Jahres 2017/2018 wurde am 19.07.2017 in der Hockenheimer Tageszeitung veröffentlicht.
Rotary Club: Uwe Huss übergibt Präsidentenglocke an Nadine Dusberger

30 000 Euro in einem Jahr für guten Zweck

Bild: Stabwechsel beim Rotary Club: Nadine Dusberger folgt auf Uwe Huss. BILD: RCH

Nach den Regeln von Rotary International findet am Ende eines jeden rotarischen Jahres im Juli ein Wechsel auf allen Führungsebenen aller rotarischen Clubs weltweit statt. Damit soll sicher gestellt werden, dass die zeitliche und persönliche Belastung der Präsidenten und Vorstände, die ihre Clubaufgaben ehrenamtlich ausüben, verträglich bleibt. Hinzu kommt der Gedanke, dass durch den Wechsel neue Ideen und Impulse in die Clubs getragen werden, teilt der Rotary Club mit.

Bei schönstem Sommerwetter fand bei dem Rotary Club Hockenheim die "Stabübergabe", das heißt die Weitergabe der Clubglocke und der Charterurkunde bei einer Feier im Grünen statt.

Präsident Uwe Huss betonte in seiner Ansprache, dass er vor einem Jahr seine Präsidentschaft mit Freude und Respekt von seinem Vorgänger Prof. Dr. Walter Götzmann übernommen habe und dass seine Nachfolgerin nun wohl Ähnliches empfinde. Im Rückblick auf seine Amtszeit empfinde er Freude und Dankbarkeit für das, was erreicht werden konnte, für die Freundschaft im Club und den Dienst an der Gemeinschaft.

Verschiedene Projekte gefördert
Als Schwerpunkte und Bilanz seiner Amtszeit nannte er die Fortführung und Neukonzeption internationaler und lokaler Projekte mit einem Finanzvolumen von etwa 30 000 Euro. Generiert wurde diese Summe durch Mitgliederbeiträge, den Einnahmen aus Benefizkonzerten, dem Hockenheimer Mai und dem Weihnachtsmarkt, dem Verkauf des "Rotarischen Kaffees" sowie durch Spenden von Einzelpersonen.

Gefördert wurde zum Beispiel das große rotarische Projekt "End Polio Now", die Ausrottung der Kinderlähmung, sowie die Unterstützung eines Waisenhauses in Sri Lanka. Hier wird schwerstbehinderten Jugendlichen eine schulische und berufliche Ausbildung vermittelt, um ihnen später einmal ein selbstständiges Leben zu ermöglichen.

Einen besonderen Schwerpunkt seiner Amtszeit sah Präsident Huss in der Förderung lokaler Projekte. Dazu gehörte zum Beispiel der "Tag der kleinen Forscher", bei dem Kinder durch Experimentieren Freude an Naturwissenschaften entwickeln können. Ferner das Projekt "Lesen lernen - Leben lernen", das die Lesekompetenz von Grundschülern fördern soll sowie die finanzielle Förderung therapeutischen Reitens für behinderte Kinder. Unterstützt wurde ferner die Robotik-AG "Saphari Lego-Leage Team Hockenheim", die mehrfach international ausgezeichnet wurde. Auch das HSV-Behindertensportfest, die Anschaffung eines Spielgeräts im Gartenschaupark und ein musikalisches Projekt der Gustav-Lesemann Schule wurden in das Förderprogramm aufgenommen.

In die Amtszeit von Präsident Huss fielen ferner eine Reihe von clubinternen Veranstaltungen, die die rotarische Freundschaft und das Clubleben festigten. Über Mitgliederbefragungen konnten für dieses Ziel wertvolle Impulse gesammelt werden. Auch die Kontaktpflege zu den Nachbarclubs war ein besonderes Anliegen seiner Amtsperiode, betonte Huss, bevor er seine Nachfolgerin, Nadine Dusberger, in ihr Amt einführte.

Nadine Dusberger verbindet mit Rotary eine lange Freundschaft. Schon mit 18 Jahren kam sie über Rotaract, der Jugendorganisation Rotarys, mit der rotarischen Gemeinschaft und Prinzipien in Verbindung. Nach einigen Jahren als Mitglied im Rotary Club Hockenheim wurde sie Chair für Öffentlichkeitsarbeit im Distrikt und Assistant Rotary Public Coordinator für Rotary Deutschland. Ihren Beruf als Leiterin des Healthcare-Bereichs bei einer internationalen PR-Agentur übt sie in Frankfurt aus.

Weiter selbstlos dienen
In ihrer Antrittsrede dankte die neue Präsidentin Uwe Huss und dem Vorstand für die engagierte Arbeit im vergangenen rotarischen Jahr. Ihr Ziel sei es, das Motto, das alle Rotarier auszeichnet, nämlich "Service above self", also das selbstlose Dienen, weiter zu fördern und sichtbar zu machen. Die rotarische Gemeinschaft und das konsequente Eintreten für humanitäre Ziele geben dem Leben etwas Besonderes und verändern die Weltsicht.

Rotarische Hilfe bedeutet nachhaltiges Engagement. Wie der neue Weltpräsident Ian Risely betont, muss die Wirkung rotarischen Engagements auch dann noch andauern, wenn Rotary ein Projekt abgeschlossen hat. "Wir bauen keine Brunnen oder Krankenhäuser und gehen dann einfach wieder. Wir stellen sicher, dass die Menschen vor Ort diese Einrichtungen selber weiterbetreiben können", gibt der Weltpräsident den Clubs mit auf den Weg.

Zum Schluss des offiziellen Teils wurden zwei Clubmitglieder für besondere Verdienste geehrt. Frank Brenner und Peter Wesche erhielten die nach dem Gründer von Rotary benannte "Paul Harris Fellow"-Medaille. Nach der Stabübergabe feierte die rotarische Clubfamilie mit einem Grillfest den Abschluss eines erfolgreichen Jahres und den Beginn der Präsidentschaft von Nadine Dusberger. wd

© Hockenheimer Tageszeitung, Mittwoch, 19.07.2017