Chronik "Schule Nepal" 2015

Der nachfolgende Presseartikel von Gustav Schrank wurde am 07.01.2015 in der Hockenheimer Tageszeitung veröffentlicht.

Spende Schule Nepal

Bild: Hermann Scherr (l.) dankt Andreas Kunze für die Spende aus Hockenheim.

Rotary Club: Hockenheimer steuern 1500 Euro zur Inneneinrichtung bei / Ketscher Hermann Scherr hält direkten Kontakt zu Verantwortlichen im Nordosten von Kathmandu

Schule in Nepal ersteht aus Spenden der Region neu

Heftiger Monsunregen ist im nepalesischen Hochland nichts Ungewöhnliches. Hin und wieder verursacht er aber auch erhebliche Schäden. So fiel ihm in dem kleinen ländlichen Ort Talakhu nordöstlich von Kathmandu eine auf einer steilen Felswand stehende Schule zum Opfer, nachdem Regenmassen ihre Fundamente unterspült hatten.

Der Rotarier Hermann Scherr aus Ketsch engagiert sich schon seit Jahren mit verschiedenen Projekten für die Menschen in Nepal. Bei einem Besuch des Landes erfuhr er von der zerstörten Schule und versprach der hilfesuchenden Dorfbevölkerung, in Deutschland Geld für eine neue und größere Schule zu sammeln.

Damit er sein Versprechen einhalten kann, unterstützten ihn die Rotary Clubs Speyer und Schwetzingen- Walldorf, das Kindermissionswerk Aachen (Sternsinger) sowie verschiedene private Spender. So kamen die Mittel zur Finanzierung des mit 98000 Euro veranschlagten Schulneubaus zusammen.

Der Rohbau mit acht Klassen und einem Hort für Kleinkinder steht bereits und dient schon dem Schulbetrieb. Im Sommer soll das dann fertige Schulhaus einen ordentlichen Schulbetrieb gewährleisten.

In der Endphase des Projekts ergab sich noch eine Lücke bei der Finanzierung der schulischen Inneneinrichtung. Deshalb wandte sich Hermann Scherr hilfesuchend an den Rotary Club Hockenheim. Der sagte ihm die gewünschte Spende von 1500 Euro zu.

Nachhaltiges Bildungsprojekt
Clubpräsident Andreas Kunze übermittelte Hermann Scherr die Spendenzusage persönlich und erklärte: „Die Entscheidung ist unseren Clubmitgliedern auch insofern leicht gefallen sei, als das Schulprojekt vielen Kindern dieses armen Landes auf Dauer zugutekommen wird.“ Ein weiteres Kriterium für die Zusage war, dass die beim Schulbau verantwortlichen Personen Hermann Scherr persönlich bekannt sind und eine korrekte Mittelverwendung gewährleisten. „Im Übrigen“, so Kunze, „werden bei der Herstellung der Inneneinrichtung nur einheimische Handwerker beschäftigt. Dies ist in einem Land mit hoher Arbeitslosigkeit wie Nepal ein weiterer positiver Faktor.“

Hermann Scherr freute sich über die Finanzierungszusage: „Nun können wir auch noch die letzten finanziellen Hürden überwinden.“

GS