Chronik Rotarisches Jugendcamp

Ein Tätigkeitsschwerpunkt von Rotary International ist das weltweit größte private Programm für den internationalen Jugendaustausch. Der Rotary Club Hockenheim hatte hierzu am 11.08.2005 ein rotarisches Jugendcamp auf dem Hockenheimring zu Gast. Der nachfolgende Artikel wurde am 13.08.2005 in der Hockenheimer Tageszeitung veröffentlicht.

Die Verständigung auf die Fahnen geschrieben

Rotary-Jugendcamp führt nach Schwetzingen und Hockenheim

Die Verständigung junger Menschen aus ganz verschiedenen Ländern untereinander und das Kennenlernen Deutschlands sind ganz große Ziele der Rotary-Clubs. Diesem Zweck dienen verschiedene Angebote: Junge Menschen können ein Jahr in einer deutschen Familie verbringen und hier ihre Ausbildung komplettieren, sie können während eines dreimonatigen Aufenthaltes für Schüler, Studenten und junge Berufstätige nähere Eindrücke im Land sammeln oder Kurzeindrücke wie beim Jugendcamp, das zwei Wochen lang hier in der Region stattfindet. Betreut werden die Jugendlichen, die in Mannheim in der Jugendherberge wohnen, von den Mitgliedern der Rotary-Clubs im Rhein-Neckar-Raum.

Hockenheim und Schwetzingen waren am Donnerstag Ziele der Gruppe von Jugendlichen, die aus der Ukraine, aus Estland, Russland, Slowenien, Tschechien, der Türkei, Spanien, Kroatien, China, Serbien und Taiwan kommen.

Der Präsident des Hockenheimer Clubs, Gustav Schrank, betonte bei der Begrüßung, es sei für diesen neuen Rotary-Club ein ganz besonderes Anliegen, einen Beitrag zum Gelingen des Jugendcamps zu leisten. Zunächst versorgte er die Gäste im Baden-Württemberg-Center des Motodroms mit Informationen über die Stadt und ihre Verbindung zum Motorsport.

Dr. Jörg Söhner, Geschäftsführer des Fahrsicherheitszentrums, stellte die Anlage vor, ehe eindrucksvolle praktische Übungen mit Bus und Pkw die jungen Gäste faszinierten und zu Beifall animierten. Dem Präsidenten des BMC, Harald Roth, war es vorbehalten, den Rennkontrollraum zu präsentieren. In ihm befinden sich 25 Monitore, mit denen alle Bereiche der Rennstrecke einzusehen sind, um bei Unfällen sofort reagieren zu können. Mit der Vergangenheit des Hockenheimringes und seiner Motorsportgeschichte konnte abschließend das Motorsportmuseum aufwarten, wo natürlich der Rennsimulator die Jugendlichen besonders faszinierte.

So gestimmt mag ihnen die Busfahrt nach Schwetzingen dann recht langsam vorgekommen sein. Am Schloss wurden sie vom Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Stadtrat Walter Bährle, auf Englisch begrüßt und kurz mit der Geschichte der Stadt vertraut gemacht. Wegen des fruchtbaren Bodens, so Bährle, hätten hier schon vor 7 000 Jahren Bauern gesiedelt, ihr heutiges Gesicht habe die Stadt vor 250 Jahren von Kurfürst Carl Theodor erhalten. Logisch, dass bei den Ausführungen des Gastgebers auch die Themen Flieder, Spargel, Schloss, Schlossgarten, Theater, Festspiele und Mozartfest nicht fehlen durften.

Bei einem ausgedehnten Marsch durch den Schlossgarten, verbunden mit vielen interessanten Informationen, konnten sich die Gäste dann selbst ein Bild von dessen Schönheiten machen. Und das Flair des Schlossplatzes an einem schönen Sommerabend durften sie dann noch beim Abendessen im "Brauhaus" genießen.