Chronik Hellabeem 2014

Der nachfolgende Artikel berichtet über das Engagement des RC Hockenheim bei einem Behinderten-Projekt in Sri Lanka. Er wurde am 25.06.2013 in der Hockenheimer Tageszeitung veröffentlicht.
Rotary Club: Weiteres Sozialprojekt in Sri Lanka finanziert / Hilfe für behinderte Kinder und Jugendliche / Erster Rate von 4500 Euro soll weitere Unterstützung folgen

Werkzeuge und neue Rollstühle für Hellabeem

Zu den Ärmsten der Armen zählen wohl behinderte Menschen in der Dritten Welt. In diesem Wissen spendete die Fördergemeinschaft Rotary Club Hockenheim dieser Tage eine erste Rate in Höhe von 4500 Euro an das Behindertenprojekt Hellabeem bei Weligama, im Süden Sri Lankas. Diese Einrichtung, ein Internat, bietet rund 30 behinderten Kindern und Jugendlichen eine Heimat, versorgt sie medizinisch, stärkt ihren sozialen Status und gibt ihnen Chancen zur beruflichen Entwicklung, teilen die Rotarier mit.

Internat betreut und bildet
Dr. Andrea Lossen, ein Gründungsmitglied des Rotary Clubs Hockenheim und schon seit Jahren mit Sri Lanka verbunden, wurde vor Ort auf diese Behinderteneinrichtung und die wertvolle Arbeit, die dort geleistet wird, aufmerksam. Sie berichtete den Rotariern über Helene Heijen und Jan van Beek, die vor sieben Jahren ihr Leben in Holland aufgegeben und ihr ganzes Vermögen in eine Stiftung eingebracht hatten.

Mit dieser schufen sie Hellabeem, eine Behinderteneinrichtung, die überwiegend Kinder und Jugendliche mit körperlichen Missbildungen betreut. Da diesen der Besuch allgemeinbildender Schulen in Sri Lanka nicht möglich ist, schult Hellabeem sie nach ihren Fähigkeiten, beschäftigt sie und verhilft ihnen nach Möglichkeit zu einer anerkannten Ausbildung.

So werden am PC Web-Designer und Grafiker ausgebildet oder die Reparatur von elektronischen Geräten, PCs und Handys vermittelt. Mit diesem Wissen haben die jungen Männer die Chance, sich selbstständig zu machen und ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Gelehrt wird auch Schneidern, Kochen, Pflanzen und Hauswirtschaften. Dabei kommt Hellabeem seine eigene Farm zugute. Sie gewährleistet eine weitestgehende Selbstversorgung.

Zur Therapie stehen der Einrichtung ein Physiotherapeut und orthopädische Hilfsmittel, unter anderem ein Schwimmbad, zur Verfügung. Bei Bedarf kommen Orthopäden zum Einsatz.

Respektvoller Umgang
Angesichts des dort Geleisteten folgten die Hockenheimer Rotarier der Bitte der Stiftung, einige dringend benötigte Sachen beziehungsweise Projekte zu finanzieren. Der orthopädische Werkstattbereich war auf Vordermann zu bringen und neues Werkzeug anzuschaffen.

Außerdem waren Rollstühle zu reparieren und neue Rollstühle sowie spezielles Mobiliar für Körperbehinderte zu beschaffen. Der Wunsch der Einrichtung war außerdem, einen Orthopädietechniker einzustellen und diesen zunächst einmal für ein Jahr zu finanzieren – das macht unterm dem Strich eine Summe von 4500 Euro.

Dr. Andrea Lossen, die gerade in Sri Lanka weilte, übermittelte die rotarische Finanzierungszusage an Helene Heijen persönlich. Diese war überglücklich und sagte spontan: „Dank eurer Spende können wir endlich drei neue Rollstühle für unsere behinderten Boys beschaffen und den dringend benötigten Orthopädietechniker anstellen.“ Aus Sri Lanka zurück, berichtete Dr. Andrea Lossen ihren rotarischen Freunden: „Es beeindruckte mich ungemein, mit welchem Respekt Helena und Jan ihre Schützlinge behandeln. Ich bin von ihrer fantastischen Arbeit und diesem unglaublich guten und tollen Projekt begeistert.“

Kein Wunder, dass der Hockenheimer Club erwägt, dort auch künftig Flagge zeigen und weitere Projekte zu fördern, die vor allem der Ausbildung der jungen Behinderten zugutekommen sollen. gs

Hellabeem, eine Behinderten-Internatsschule in Sri Lanka, bietet rund 30 behinderten Kindern und Jugendlichen eine Heimat, versorgt sie medizinisch, stärkt ihren sozialen Status und gibt ihnen Chancen zur beruflichen Entwicklung.

Dr. Andrea Lossen (rechts) informierte vor Ort Helene Heijen, die Leiterin des Behinderten-Internats, über die Projektförderzusagen der Fördergemeinschaft Rotary Club Hockenheim in Höhe von 4500 Euro. FOTOS: RCH

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