Chronik Gesunde Kids

Der nachfolgende Artikel über das Rotary-Projekt 'Gesunde Kids' wurde in der Hockenheimer Tageszeitung am 28.03.2006 veröffentlicht.

Bewusste Ernährung für gesündere Kinder

Aktuelle Studien zeigen eine alarmierende Situation: Jedes fünfte Kind im Vorschulalter ist zu dick. Ursachen sind vor allem eine falsche, zu fett -und zuckerhaltige Ernährung, mangelnde Bewegung und ein Rückgang der körperlichen Fitness, so die Hockenheimer Allgemeinärztin Andrea Hilmer-Lossen. Aus übergewichtigen Kindern werden später nicht nur übergewichtige Erwachsene. Bereits im Kindesalter werden heute als Folge vermehrt Krankheiten festgestellt, wie man sie sonst nur von Senioren kannte, vor allem Typ 2 Diabetes, der so genannte Alterszucker, Herz-Kreislaufstörungen, Gelenkprobleme und Bluthochdruck.

Verbote alleine bringen nach Meinung der Medizinerin nichts. Kinder sollten spielerisch lernen, dass eine gesunde Lebensweise Spaß macht und nicht mit Anstrengungen oder Einschränkungen verbunden ist. Nur so kann ein gesunder Lebensstil zur selbstverständlichen Lebenseinstellung werden. Ganz wichtig ist es daher, als Eltern, Lehrer und Erzieher selbst mit gutem Beispiel voranzugehen und den Kindern tagtäglich eine gesunde Ernährung vorzuleben. Denn Kinder brauchen Vorbilder - auch beim Essen.

Die Kindergärten und der Rotary-Club Hockenheim laden am Donnerstag, 30. März, 20 Uhr, zu einem Elternabend aller Hockenheimer Kindertagesstätten in das katholische Gemeindezentrum St. Christophorus in der Oberen Hauptstraße ein.

Dr. Andrea Hilmer-Lossen und Peter Wesche, Vizepräsident von Rotary Hockenheim, werden das Projekt "Bewusste Ernährung für gesündere Kinder" vorstellen, mit dem Rotary sich bei den Kindern und Eltern der Hockenheimer Kindergärten engagieren wird. Denn nur wer Bescheid weiß, kann sich richtig ernähren. Kinder lernen am besten mit dem "Ampelmodell", das bedeutet: Grüne Lebensmittel sollten bevorzugt werden, gelbe Lebensmittel enthalten mehr Fett und Zucker und sollten deswegen in Maßen gegessen werden und rote Lebensmittel sollten nur selten auf den Tisch kommen. Es gibt also kein generelles Verbot, sondern nur eine Empfehlung, wie häufig man was essen darf. Die Kinder lernen so ganz einfach ein anderes, gesünderes Essverhalten. Alle Eltern der Kindergartenkinder sind zu der Veranstaltung eingeladen.

© Schwetzinger Zeitung - 28. März 2006