Chronik GSE-Besuch aus Kentucky

Der nachfolgende Pressebericht über den Besuch des GSE-Teams aus Kentucky wurde am 18.06.2007 in der Hockenheimer Tageszeitung veröffentlicht:

Neue persönliche Perspektiven eröffnet

Rotary fördert junge Berufstätige / Studiengruppenaustausch mit Kentucky (USA)

Seit dem Jahre 1965 bietet die international engagierte Rotary Foundation - es handelt sich hierbei um eine gemeinnützige Stiftung - jungen berufstätigen Frauen und Männern, die am Anfang ihrer beruflichen Karriere stehen, eine einzigartige Gelegenheit, im Rahmen eines Studiengruppenaus-tausches (Group-Study-Exchange, abgekürzt GSE) die kulturellen und professionellen Bräuche in anderen Ländern kennenzulernen. Rotary-Distrikte aus verschiedenen Ländern bilden Partnerschaften und entsenden beziehungsweise empfangen eine Gruppe von bis zu sechs nicht-rotarischen Besuchern, die von einem Rotarier geleitet wird. Der Aufenthalt im Gastland beträgt zumeist vier Wochen, wobei die Unterbringung in Familien von Rotariern erfolgt.

Ein solcher Austausch ist eine wertvolle Erfahrung sowohl für die aus dem Ausland kommenden Besucher als auch für die gastgebenden Rotarier. Einerseits wird den jungen Berufstätigen ein sachkundiger Einblick in ihren Beruf in einem anderen Land und einer anderen Kultur gewährt. Andererseits lernen die Teilnehmer die Menschen, Sprache und Einrichtungen eines anderen Landes näher kennen. Es werden häufig dauerhafte Freundschaften geknüpft und die internationale Verständigung gefördert.

In diesem Jahr ist der Rotary-Distrikt 6710, der sich in Kentucky befindet, Austauschpartner des hiesigen Rotary-Distrikts 1860. Im Zuge dieses Austauschs befand sich das deutsche Austauschteam, zu dem der Zahnarzt Axel Nickles aus Ladenburg, der Chemiker Dr. Peter Stöckel aus Appenheim, die PR-Beraterin Kerstin Theilmann aus Pleisweiler-Oberhofen sowie Hockenheims Ex-OB Gustav Schrank als Teamleiter zählten, vom 28. April bis 26. Mai in Kentucky. Seit dem 2. Juni ist ein fünfköpfiges Team aus Kentucky mit Teamleiter Ted Stiles an der Spitze hier zu Gast. Es wird während seines vierwöchigen Aufenthalts den Südwesten Deutschlands näher kennen lernen und am 29. Juni nach Kentucky zurückfliegen.

Das Austauschteam aus Kentucky wurde vom Rotary-Club Sinsheim am Frankfurter Flughafen empfangen und von diesem Club zunächst beherbergt. Die nächsten, gemeinsamen Gastgeber der Amerikaner, waren der Rotary-Club Schwetzingen-Walldorf sowie der Rotary-Club Hocken-heim. Letzterer gewährte dem Team einen Einblick in den hochtechnologisierten Turbinenbau der Firma Alstom in Mannheim. Außerdem wurde die Firma Wirsol in Waghäusel-Kirrlach besucht, wo interessante Informationen zur Sonne als Energiequelle gegeben und der im Entstehen befindliche, zwölf Hektar große Solarpark auf der Gemarkung von Oberhausen-Rheinhausen besichtigt wurden.

Zum touristischen Programm zählten eine Führung durch den Hockenheimring und die Stadt Hockenheim. Gemeinsam mit dem Rotary-Club Speyer wurde den Gästen aus den USA in Speyer der Dom, das Judenbad sowie das Altpörtel gezeigt und die Geschichte der alten Reichsstadt erläutert. Mit dem RC Schwetzingen-Walldorf besichtigte das GSE-Team aus Kentucky das Bruchsaler Barockschloss, den einzigartigen Schwetzinger Schlossgarten sowie das "Muss" für alle amerikanischen Touristen, Heidelberg, mit seiner einmalig schönen Schlossruine.

Am vergangenen Wochenende nahmen die GSE-Teams des gastgebenden sowie des kentuckyschen Rotary-Distrikts an der Jahreskonferenz des Distrikts 1860 im Palatin Wiesloch teil, die von Distrikt-Governor Hermann Scherr vom RC Schwetzingen-Walldorf geleitet wurde. Dort präsentierten sich beide Teams. Das deutsche berichtete von seinem vierwöchigen Kentucky-Aufenthalt, während sich das Team aus Kentucky vorstellte und Grüße seines Distrikts überbrachte. In Wiesloch übernahm der Rotary-Club Bad Bergzabern als nächster Gastgeber das amerikanische Team.

Nach dem vierwöchigen USA-Aufenthalt zog Gustav Schrank, der Leiter des deutschen Austauschteams, folgendes Resümee: "Wir haben dank Rotary ein tolles Land mit vielen netten Menschen kennen gelernt und neue Freunde gewonnen. Außerdem haben wir in diesen vier Wochen wahrscheinlich mehr gesehen als ein Tourist in zwei Jahren. Es war für uns in gewisser Weise ein Abenteuer, bei dem uns sagenhaft viel geboten wurde und von dem wir keine Stunde missen möchten."