Chronik Forum Gesunde Kids 2012

Der nachfolgende Artikel wurde am 18.10.2012 in der Hockenheimer Tageszeitung veröffentlicht.

Fördergemeinschaft Rotary Club: Forum zur gesunden Ernährung von Kindern / Dialog zwischen Fachkräften, Erzieherinnen und Eltern

„Je weniger Zucker, desto besser ist die Nahrung“

Mit der gesunden Ernährung von Kindern befasste sich das vom Rotary Club Hockenheim veranstaltete Gesundheitsforum im Med-Center, zu dem zahlreiche interessierte Erzieherinnen und Eltern aus dem Raum Hockenheim gekommen waren.

Unter der Moderation von Dr. Hildegard Rimmler informierten dazu Dr. Volker Bormann, Zahnarzt und Präsident des Rotary Clubs, Gabriele Gaisbauer von der Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit Heidelberg, Rosemarie Konrad von der Kindertagesstätte und dem Familienzentrum Neckarsteinach, Dr. Andrea Lossen, Fachärztin für Allgemeinmedizin sowie Shandi Wahl, Ernährungsberaterin und Heilpraktikerin aus Heidelberg.

Einleitend wies Hildegard Rimmler darauf hin, dass das Thema schon länger zu den Anliegen des Rotary Clubs zähle. Der habe beispielsweise beim Projekt „Gesunde Kids“ das von Andrea Lossen speziell für Kindergartenkinder entwickelte Ampel- Memo für gesunde Ernährung herstellen lassen und in den hiesigen Kindergärten zu gesunden Frühstücken eingeladen.

Reger Erfahrungsaustausch
Während des Forums kam es zu einem regen Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen den Fachkräften, Erzieherinnen und Eltern. Bei diesem wurden die zahngesunde Ernährung in Verbindung mit dem gründlichen Zähneputzen und die frühzeitige Zahnprophylaxe verdeutlicht, um Karies vorzubeugen. Die Ernährungsberaterin wies darauf hin, dass grundsätzlich die Nahrung umso besser einzustufen sei, je geringer ihr Zuckergehalt sei. Lebhafte Kinder oder solche, die viel Sport trieben, bräuchten allerdings mehr Kohlenhydrate. Interessant war auch ihr Hinweis auf eine amerikanische Studie, die aufzeigte, wie die Art der Nahrungsaufnahme am Morgen das gesamte Essverhalten und Kalorienaufnahme über den Tag bestimme.

Ein weiteres Thema waren übergewichtige Kinder. Die Ernährungserziehung müsse schon früh in den Kindertagesstätten ansetzen. Bemängelt wurden die heute vielfach fehlenden Essensrituale, die wenigstens einmal am Tag die Familie zu einem gemeinsamen Essen zusammenführen sollten oder das mangelnde Verständnis vieler Eltern für eine vernünftige Ernährung. In diesem Zusammenhang erläuterten die Erzieherinnen, wie wichtig es für sie sei, die Eltern über die Kinder in Gesprächen zu informieren. Sie räumten allerdings auch ein, dass Kindertagesstätten viel leisten würden, aber nicht alles leisten könnten. Nach wie vor seien primär die Eltern für ihre Kinder verantwortlich.

Am Ende des aufschlussreichen Dialogs resümierte Hildegard Rimmler: „Wie sich zeigte, ist das Thema „gesunde Ernährung“ nach wie vor recht aktuell. Darüber im Interesse der Kinder zu informieren, ist auch künftig ein rotarisches Anliegen.“ gs

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