Chronik Besuch in Commercy

Der Rotary Club Hockenheim besuchte am 21.04.2007 in der Partnerstadt Commercy den dortigen Rotary Club, der bereits ein Jahr davor bei unserem Club in Hockenheim zu Gast war. Der nachfolgende Pressebericht wurde in der Hockenheimer Tageszeitung veröffentlicht:

Herzlicher Empfang des Rotary Club Hockenheim beim Gegenbesuch in Commercy

Freundschaftliche Begegnung mit vielen neuen Impressionen:

Zu den Anliegen der weltumspannenden Rotary-Organisation und ihren Clubs vor Ort, die sich dem humanitären Dienst widmen, zählt auch, zur Völkerverständigung und zum Frieden in der Welt beizutragen. Diesen Idealen fühlt sich der Rotary Club Hockenheim verpflichtet und handelt entsprechend. So wurden gleich nach der Clubgründung Kontakte mit dem Rotary Club de Commercy geknüpft, der seinerseits an einer freundschaftlichen Verbindung großes Interesse zeigte.

In diesen Tagen machte sich eine Delegation des Rotary Club Hockenheim bei herrlichem Frühlingswetter auf den Weg in die lothringische Partnerstadt, um dem dortigen Rotary Club einen Gegenbesuch abzustatten, nachdem bereits vor einem Jahr der Rotary Club de Commercy in Hockenheim willkommen geheißen werden konnte. Im Clublokal Hotel de la Madeleine begrüßten Präsident Patrick Andreoli sowie Alain Laurent, der Vorjahrespräsident, die Gäste aus Hockenheim. Beide betonten, dass ihnen diese rotarische Begegnung viel bedeute, sei diese doch eine willkommene Gelegenheit, die freundschaftlichen Bande weiter zu festigen. Präsident Andreoli stellte außerdem fest: „Die langjährige Städtepartnerschaft zwischen Commercy und Hockenheim bietet uns zwar in gewisser Weise den formalen Rahmen, doch entscheidend sind für uns die persönlichen Kontakte und Freundschaften.“

In diesem Sinne argumentierte auch Peter Wesche, der Präsident des Rotary Club Hockenheim, in seiner Grußadresse, mit der er auch insofern beeindruckte, als er sie in fließendem Französisch übermittelte. Als Gastgeschenke hatten die Hockenheimer frisch gestochenen Spargel im Gepäck, der von den Gastgebern mit dankbarer Freude entgegengenommen wurde. Im Gegenzug überreichten diese den Gästen aus Hockenheim Produkte aus dem Departement Meuse, wozu auch die bekannten Madeleines aus Commercy zählten.

Nach einem vorzüglichen Menü, das der lothringischen Küche alle Ehre erwies, stand die Besichtigung einer Ausstellung im Seitenflügel des Schlosses von Commercy an. Die Ausstellung befasst sich mit der Schlossgeschichte, die ohne den polnischen König Stanislas Leszczynski, den Schwiegersohn des Sonnenkönigs, nicht denkbar wäre. Er nutzte das Schloss jeweils nur eine kurze Zeit im Jahr zur Jagd, die mit ihren ca. 25.000 Hektar eine der größten im damaligen Frankreich war.

Bei der Ausstellung begrüßte Bürgermeister Francois Dosé die Gäste aus Hockenheim, zu denen auch sein früherer Kollege Gustav Schrank und dessen Gattin Margarete zählten. Er freute sich über diesen Besuch und gab weitere profunde Informationen zur Ausstellung, durch die ansonsten Pierre Briot führte. Dieser verwies in sachkundiger Weise auf die architektonischen Besonderheiten, von denen zahlreiche Schlossbauten nebst Neuanlagen von Schlossgärten in der damaligen Zeit, auch unweit von Hockenheim, profitierten.

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die besichtigt wurde, war das ehemalige Benediktiner-Kloster, das, inmitten von Commercy gelegen, auf eine wechselvolle Geschichte verweisen kann. Dieses Projekt wird derzeit im Interesse eines vorbildlichen Denkmalschutzes mit staatlicher Hilfe rekonstruiert und renoviert.

Zum Abschluss der interessanten Führung durch Commercy stand ein Besuch der Ausstellungs- und Verkaufsräume des Madeleine-Herstellers Grojean an. Hier war viel über das köstliche Produkt zu erfahren, das weit über Commercy hinaus bekannt ist und heute zu dessen Aushängeschildern zählt.

Mit neuen Eindrücken, vielen Informationen und vor allem aber mit der Gewissheit, sich von guten Freunden zu verabschieden, traten die Hockenheimer Rotarier die Rückfahrt mit dem Jahnkebus an. Sie konnten ein überaus positives Resümee einer freundschaftlichen Begegnung ziehen, die spätestens im kommenden Frühjahr zu einem Gegenbesuch in Hockenheim führen wird.