Chronik Charterfeier

Die Charterfeier des Rotary Clubs Hockenheim fand am 04.06.2005 in der Business Lounge der Südtribüne am Hockenheimring statt. Der nachfolgende Artikel wurde in der Hockenheimer Woche, Rheinpfalz, Rhein-Neckar-Zeitung und BAZ veröffentlicht.

Charterfeier des neuen Rotary Clubs Hockenheim

Selbstloses Dienen und Freundschaftspflege

Der im Januar 2005 gegründete Rotary Club Hockenheim feierte dieser Tage in der VIP- Lounge der Südtribüne am Hockenheimring Baden-Württemberg seine Aufnahme in die weltweite Serviceclub-Organisation „Rotary International". Zu diesem besonderen Anlass konnte der frühere Hockenheimer Oberbürgermeister und Clubpräsident Gustav Schrank eine stattliche Anzahl von Rotariern und Ehrengästen, darunter Finanzminister Gerhard Stratthaus, das Mitglied des Deutschen Bundestags, Olaf Gutting, sowie OB-Stellvertreter Ernst Bohrmann begrüßen.

Ideale und Ziele

In seiner Begrüßungsansprache stellte Schrank die rotarischen Ideale und Ziele heraus, die nun auch in der Rennstadt eine organisatorische Basis gefunden hätten. Ein gutes Omen sei auch das 100-jährige Jubiläumsjahr von Rotary, einer Organisation, die heute die älteste Serviceclub-Organisation der Welt sei. Für Rotary sprächen aber nicht nur die 100 Jahre des Bestehens, sondern auch die über 31.000 Clubs in 166 Ländern mit ca. 1,2 Millionen Mitgliedern und deren altruistische Leistungen für andere Menschen. Das Startkapital des neuen Clubs seien seine 25 Gründungsmitglieder, die er im Verlaufe der Charterfeier einzeln vorstellte, sowie die in 100 Jahren gereiften Erfahrungen der weltweit verbreiteten Rotary-Organisation.

Das Motto Rotarys laute: „Selbstloses Dienen". Dieser humanitäre Geist, die Freundschaft untereinander und die Zusammenarbeit auf lokaler und internationaler Ebene prägten zusammengefasst das rotarische Clubleben, auch des neuen Clubs in Hockenheim.

Helfen von Mensch zu Mensch und auf direktem Weg

Unter diesem Motto beschrieb Schrank die vom Club bereits beschlossenen Hilfsprojekte in Sri-Lanka, mit denen man Tsunami-Opfer direkt und längerfristig zu unterstützten gedenke. Auch die Förderung des Schüleraustauschs sowie die Vermittlung von Ausbildungsplätzen und Praktika für Haupt- und Förderschüler stünden auf der Agenda.

Abschließend stellte er fest: „Ich hoffe, dass wir uns relativ schnell und umfassend in die große rotarische Gemeinschaft integrieren und unser Club seinen Mitgliedern stets einen Hort bietet, der durch Freundschaft und selbstloses Dienen geprägt ist."

Übergabe der Charterurkunde

Höhepunkt der Charterfeier war die Übergabe der Charterurkunde durch den Governor des Rotary-Distrikts 1860, Dr. Horst Schöttler aus Kaiserslautern. Mit dieser wird die Aufnahme in die rotarische Weltgemeinschaft dokumentiert. Der Governor verband diesen Anlass mit einer eindrucksvollen Ansprache, bei der er einen Bogen von der Gründung am 23. Februar 1905 in Chicago und der rotarischen Zielsetzung bis in die heutige Zeit spannte. Damals wie heute gelte der Anspruch auf Freiheit, Freizügigkeit, Toleranz und Öffnung und es sei schon bemerkenswert, dass Rotary nach wie vor in totalitären Staatssystemen nicht zugelassen werde.

Seiner Überzeugung nach sei Rotary auch ein Bindeglied zwischen den Generationen und wirke durch die wöchentlichen Treffen der Vereinsamung einzelner entgegen. Rotary stehe für die Begegnung von Menschen, bringe die unterschiedlichsten Berufsinhaber zusammen und gewährleiste dennoch, dass alle Rotarier untereinander gleich gestellt seien.

Neben der Charterurkunde, die er Präsident Schrank überreichte, brachte er noch für jedes Gründungsmitglied des RC Hockenheim eine Rotary-Anstecknadel mit.

Grußworte

Baden-Württembergs Finanzminister Gerhard Stratthaus stellte in seinem Grußwort heraus, dass die Zeit für einen Rotary Club in Hockenheim reif gewesen sei. Er bestätigte die Aussagen des Governors bezüglich der Einsamkeit Vieler, der entgegenzuwirken sei. Außerdem sprach er sich unter anderem dafür aus, den Wettbewerb als moralisches Prinzip zu akzeptieren, denn nur dann hätten wir eine Zukunft.

Ebenso wie Ernst Bohrmann, der Oberbürgermeister Gummer vertrat und dessen sowie des Gemeinderats Grüße überbrachte, wünschte er dem Club viel Erfolg, auch im Hinblick auf die Unterstützung anderer. Der Stellvertreter des OB verwies auf das hohe Ansehen, das Rotary weltweit habe und auf eine gemeinsame Begegnung mit Rotary in Wales. Er stellte fest: „Sie reden nicht nur, Sie handeln auch."

Grüße sowie gute Wünsche namens des Patenclubs Schwetzingen-Walldorf überbrachte Wolfgang Schuster. Er wünschte dem Club einen guten Start und verband damit die Hoffnung auf ein gutnachbarliches Miteinander. Als Geschenk überreichte er eine Tischglocke.

Ein Präsent gab es auch von Past Governor Dr. Bernhard Scharf vom Rotary Club Schriesheim-Lobdengau, der zu den Geburtshelfern des Clubs zählte. Mit seinen guten Wünschen überreichte er Embleme in Form rotarischer Räder.

Anspruchsvolle musikalische Begleitung

Den musikalischen Rahmen der Charterfeier bildete das Trio Anke und Christian Palmer sowie Brigitta Lorenz. Als Überraschungsgast sang Opernsängerin Margaretha Czernecki unter anderem „Einmal im Leben". Matteo di Maggio sorgte während des Büfetts, das nichts zu wünschen übrig ließ, für Unterhaltungs- und später für flotte Tanzmusik.

Ein Großteil der Gäste befand sich zum ersten Male am Hockenheimring Baden- Württemberg und war von diesem sowie von der tollen Sicht, die man von der Südtribüne aus in die Umgebung bis an die Ränder der Rheinebene hatte, sehr beeindruckt.