Chronik Charterfeier

Die Charterfeier des Rotary Clubs Hockenheim fand am 04.06.2005 in der Business Lounge der Südtribüne am Hockenheimring statt. Der nachfolgende Artikel wurde in der Hockenheimer Tageszeitung am am 06.06.2005 veröffentlicht.

Ein Hort von Freundschaft und selbstlosem Dienen

Rotary-Club Hockenheim bei Charterfeier in weltweite Organisation aufgenommen
Konkrete Hilfsprojekte auf dem Weg

Nach der Gründung am 25. Januar wurde am vergangenen Samstag der Rotary-Club Hockenheim bei der Charterfeier offiziell in die rotarische Weltgemeinschaft aufgenommen. Damit finden die rotarischen Ideale und Ziele auch in der Rennstadt ihre organisatorische Basis. Gründungspräsident Oberbürgermeister i.R. Gustav Schrank wertete es als gutes Omen, dass das Gründungsjahr des Hockenheimer Clubs zugleich das 100-jährige Jubiläumsjahr von Rotary sei, einer Organisation, die heute als älteste Serviceclub-Organisation der Welt gelte.

Im Mittelpunkt der Feier in der Business-Lounge der Südtribüne am Hockenheimring stand die Übergabe der Charterurkunde von Dr. Horst Schöttler, Governor des Distrikts 1860, an Gustav Schrank sowie die Vorstellung der Mitglieder des neuen Clubs.

Humanitärer Geist

Vor einer illustren Gästeschar, darunter Baden-Württembergs Finanzminister Gerhard Stratthaus, Bundestagsabgeordneter Olav Gutting und OB-Stellvertreter Ernst Bohrmann, erläuterte Schrank das Motto der Rotarier: Service above self - selbstloses Dienen. Dieser humanitäre Geist, die Freundschaft untereinander und die Zusammenarbeit auf lokaler und internationaler Ebene prägten das rotarische Clubleben, auch des neuen Clubs in Hockenheim. Dessen Startkapital bilden seine 25 Gründungsmitglieder sowie die in 100 Jahren gereiften Erfahrungen der weltweit verbreiteten Rotary-Organisation mit rund 1,2 Millionen Mitgliedern in 31000 Clubs in 166 Ländern auf fünf Kontinenten.

Gustav Schrank hoffte, dass sich der neue Club schnell und umfassend in die große rotarische Gemeinschaft integriert und seinen Mitgliedern stets einen Hort bietet, der durch Freundschaft und selbstloses Dienen geprägt ist.

Hilfe von Mensch zu Mensch

Die Anfänge sind vielversprechend: In relativ kurzer Zeit hätten sich Freundschaften entwickelt, die durch die geplanten Clubveranstaltungen noch vertieft werden dürften, freute sich Gustav Schrank: "Es ist eindrucksvoll, mit welcher Begeisterung sich unsere Mitglieder in das Clubleben einbringen und zu einem immer stärkeren Gemeinschaftsgefühl beitragen."

Es liegt aber auch in der Natur der Sache, dass sich der neue Hockenheimer Club schon mit konkreten Hilfsprojekten befasst. So sind unter dem Motto "Helfen von Mensch zu Mensch und auf direktem Weg" schon Schwerpunkte gesetzt worden, um Tsunami-Opfer direkt und längerfristig zu unterstützen. Ein weiteres Projekt, das der Vermittlung von Praktika und Ausbildungsplätzen speziell für Haupt- und Förderschüler dienen soll, ist in Vorbereitung. Darüber hinaus sollen mit weiteren Projekten anderen Menschen geholfen oder das Gemeinwesen unterstützt werden.

Dr. Horst Schöttler (Kaiserslautern), Governor des Distrikts 1860, spannte in seiner bemerkenswerten Ansprache immer wieder den Bogen von den Anfängen Rotarys am 23. Februar 1905 in Chicago (USA) bis zur Gegenwart. Damals wie heute gelte der Anspruch auf Freiheit, Freizügigkeit, Toleranz und Öffnung. Aus kleinsten Anfängen heraus habe Rotary eine große soziale und weit verbreitete Entwicklung genommen, die Hilfe von Mensch zu Mensch leiste.

Mit Anekdoten verdeutlichte Schöttler die Rotary-Philosophie mit ihrer Kontinuität über Generationen hinweg. Gerade dieser Aspekt wirke der oftmals festzustellenden Einsamkeit des Einzelnen entgegen. Rotary stehe aber auch für die Begegnung von Menschen, die sich sonst nicht begegnen würden sowie die Vernetzung der verschiedensten Berufe. Dabei gelte die Gleichheit aller Rotarier weltweit.

Die Charterfeier bezeichnete Schöttler als Schritt in die weltweite Gemeinschaft der Rotarier. Er überreichte Präsident Gustav Schrank die "Geburtsurkunde" des neuen Hockenheimer Clubs. Dafür erhielt er vom Gründungspräsidenten den ersten Wimpel des Hockenheimer Clubs. Für Gerhard Stratthaus hatte Dr. Schöttler ein Buch über Rotary mitgebracht. Nach der feierlichen Übergabe der Charterurkunde stellte Gustav Schrank die Mitglieder des neuen Clubs namentlich vor, wobei diese ihren rotarischen Kreis bildeten.

Appell für den Wettbewerb

Baden-Württembergs Finanzminister Gerhard Stratthaus zeigte sich von der Feier beeindruckt und stellte fest, dass Hockenheim reif sei für einen Rotary-Club. Er nahm Schöttlers Faden auf und bezeichnete die Einsamkeit als eines der größten Probleme unserer Zeit. Im weiteren Verlauf seines Grußwortes brach Stratthaus eine Lanze für den Wettbewerb: "Wir haben nur dann eine Zukunft, wenn wir bereit sind, den Wettbewerb anzunehmen." Stratthaus appellierte, sich zum Wettbewerb als moralisches Prinzip zu bekennen.

OB-Stellvertreter Ernst Bohrmann überbrachte die Grüße der Stadt und des Gemeinderates. Er verwies auf das hohe Ansehen, das Rotary weltweit genieße und die vielen Hilfsaktionen: "Sie reden nicht nur, Sie handeln auch."

Bohrmann wünschte dem neuen Rotary-Club ein gutes Gelingen, ebenso wie Wolfgang Schuster. Der Vertreter des Patenclubs Schwetzingen-Walldorf wünschte dem Club einen guten Start und Zusammenarbeit und hatte als Präsent eine Tischglocke für den Präsidenten mitgebracht. Ein Präsent gabe es auch von Past Governor Dr. Bernhard Scharf. Er überreichte Gustav Schrank schmucke Club-Embleme.

Kultur und Kulinarisches

Musikalisch umrahmt wurde die Charterfeier vom Trio Anke und Christian Palmer sowie Brigitta Lorenz. Als Überraschungsgast sang Margarethe Czarnecka unter anderem "Einmal im Leben". Nach dem offiziellen Teil gab's Unterhaltungsmusik mit Matteo di Maggio. Für das leibliche Wohl war mit einem schmackhaften kalt-warmen Buffet gesorgt. Und neben Kultur (Ohr) und Kulinarischem (Gaumen) gab es auch etwas fürs Auge: Von der Terrasse der Südtribüne bot sich den Gästen der Charterfeier ein prächtiger Blick über den Hockenheimring und die Umgebung.