Der Rotary Club Hockenheim lud am 07.11.2007 zur Benefizveranstaltung in die Hockenheimer Stadthalle ein. Der nachfolgende Pressebericht wurde am 09.11.2007 in der Hockenheimer Tageszeitung veröffentlicht:
Benefizkonzert: Rotary-Club holt Silke Hauck, Gerhard Kollek, Ludwig W. Müller, Comedy-Duo und Musikbands in Stadthalle

Musik und Comedy für die Kindergärten

Von unserem Redaktionsmitglied Hans Schuppel

"Service above self - Selbstloses Dienen" ist der Wahlspruch der mehr als 1,2 Millionen Rotarier in aller Welt, die sich in mehr als 31 900 Clubs in 166 Ländern zusammengeschlossen haben. Dazu gehört seit zwei Jahren auch der Rotary-Club Hockenheim, der bei seinem 2. Benefizkonzert den über 400 Besuchern in der Stadthalle eine bunte Show aus Musik und Kabarett bot. Die Palette der künstlerischen Darbietungen reichte von Allgäuer Comedy über Wortakrobatik und Stimmenimitation bis hin zu Swing-, Pop- und Jazz-Klängen. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt den Hockenheimer Kindergärten zugute.

Hockenheims Rotary-Präsident Dieter List hieß die Besucher in der Stadthalle willkommen, darunter Bürgermeister Werner Zimmermann, der Schirmherr OB Dieter Gummer vertrat. Conferencier Jürgen Hauser führte durch das Programm, das die Formation "Hit Boutique" musikalisch eröffnete.

Von den Höhen des Allgäus fand das Comedy-Duo Maxi und Markus den Weg in die Kurpfalz. Wer meinte, als Süddeutscher habe man keine Probleme mit dem Allgäuer Dialekt, sah sich getäuscht. Maxis Ballade über ausgebrochene junge Rinder und Stammtisch-Geschichten waren sehr schwer bis gar nicht zu verstehen, klangen aber irgendwie flott.

Dafür waren die Gäste beim österreichischen Wortakrobaten Ludwig W. Müller ganz Ohr. Der in München lebende "Weltmeister in Verbalkarate" (Moderator Jürgen Hauser) erwies sich nicht nur als Busenfreund des Schüttelreims. Müller erläuterte dem Auditorium vielmehr auch die zunehmende Verrohung der Sprache anhand von drastischen Beispielen. Er nahm die Zuhörer mit auf eine Achterbahnfahrt durch seine Gehirnwindungen mit oftmals skurrilen Geschichten mitten aus dem Leben. Köstlich Müllers Ausflug in die Zoologie mit seinen ganz eigenen Definitionen von Taube, Hund und Hirsch.

Aufgeklärt wurde das Publikum nach der Pause auch von Gerhard Kollek: Der Stimmenimitator aus Speyer erzählte die ganze Wahrheit über das deutsche Fernsehen. Da kam Prof. Bernhard Grzimek ebenso zu Wort wie Edmund Stoiber und Helmut Kohl. Höhepunkt des Auftritts war freilich Kolleks "Herzblatt"-Ausgabe mit Moderator Rudi Carrell und den Kandidaten Ronald Profalla, Gerhard Schröder und Jürgen Rüttgers, die sich um die Gunst von Angela Merkel bewarben, sowie Inge Meysel als zusammenfassende "Susie". Als Zugabe präsentierte Kollek eine Talkrunde mit Marcel Reich-Ranicki, Helmut Kohl und Norbert Blüm.

Zum Ausklang der insgesamt über dreistündigen Benefizveranstaltung mit Tombola servierte der Rotary-Club musikalisch hochstehende, für die älteren Semester sicherlich aber auch schwer verdauliche Kost: "Karmic Society" und Silke Hauck. Die Mannheimer Sängerin, die "deutsche Antwort auf Norah Jones", bestach mit ihrer enorm ausdrucksstarken Stimme mit Songs zwischen Jazz, Rock und Soul, abseits des gängigen Schubladendendenkens. Vorzüglich begleitetet wurde die Jazz-Rock-Röhre aus der Quadratestadt von "Karmic Society", vier jungen Musikern, die ihr Handwerk beherrschen.