Chronik Baumpflanzung 2009

Der nachfolgende Artikel über die Baumpflanzaktion am 04.04.2009 im Gartenschaupark wurde am 08.04.2009 in der Hockenheimer Tageszeitung veröffentlicht.

Weiteres ökologisches Zeichen gesetzt

Rotary-Club: Berg-Ahorn bereichert Gartenschaupark / Baum des Jahres 2009

Mit dem Pflanzen eines stattlichen Berg-Ahorns im Gartenschaupark, südlich des Tennisclubs, setzte der Rotary-Club Hockenheim am Rande der Stadt erneut ein ökologisches Zeichen. Zur Baumpflanzung entbot Dr. Hildegard Rimmler, die Präsidentin des Clubs, Bürgermeister Werner Zimmermann sowie Matthias Degen vom Stadtbauamt ein herzliches Willkommen. Sie bedankte sich bei ihnen für die Standortauswahl sowie die vorbereitenden Arbeiten des städtischen Bauhofs. Dank dieser war lediglich noch die Pflanzgrube zu verfüllen, eine Arbeit, der die zahlreichen Rotarier, unterstützt von einigen Angehörigen, gerne nachgekommen sind.

Zuvor informierte die Clubpräsidentin über die besonderen Merkmale des Berg-Ahorns, der seinen Namen zu Recht trägt. Im Schweizer Wallis, wo die höchsten Berge Europas stehen, ist er noch auf 2000 Metern zu finden. Unter der Krone eines solchen Baumes haben die Graubündner im Jahre 1424 den "Grauen Bund" geschmiedet und sich unter diesem regelmäßig bis ins 19. Jahrhundert getroffen. Kein Wunder, kann ein solcher Baum doch bis zu 600 Jahre alt werden. Längst fühlt sich der in Europa heimische Berg-Ahorn aber auch in den deutschen Ebenen ausgesprochen wohl.

Baum mit Zauberkraft

Dr. Rimmler wies auch darauf hin, dass der Zuckergehalt im Saft des Berg-Ahorns relativ hoch sei, was gerade im Frühjahr die Blattläuse anziehe. Weitaus lukrativer als der Saft sei aber das Holz des Baumes, das schon in der Jungsteinzeit zur Herstellung von Gefäßen benutzt worden sei. Heute diene es mehr dem Musikinstrumentenbau wie Blockflöte, Geige oder Fagott. Schließlich verwies sie auf eine ganz spezielle Eigenschaft des Ahornholzes. Wenn es als Türschwelle verwendet werde, so der Volksglaube, trauten sich weder Hexen noch Zauberer darüber. In diesem Sinne schloss sie mit den Worten: "Möge der neue Baum seine Zauberkraft auf den Gartenschaupark übertragen, damit hier auch künftig alles gut gedeiht."

In seinem Grußwort ging Bürgermeister Werner Zimmermann auf die Verbundenheit des Rotary-Clubs mit dem örtlichen Gemeinwesen ein. Er dankte für das rotarische Engagement im Gartenschaupark, aber auch in den örtlichen Kindergärten, das zwischenzeitlich Früchte trage und den Kindern zugutekomme. Er hoffte, dass die Tradition der Baumspenden - 2006 war es eine Schwarzpappel, 2007 eine Waldkiefer und 2008 ein Walnussbaum - auch in den künftigen Jahren fortgesetzt werden kann. gs